Fotobörse 2017 Nachbericht - Fotoclub Michelau

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Fotobörse 2017 Nachbericht

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Pressebericht zur 20. Michelauer Fotobörse

Michelau (kag) – Schlechtes Wetter ist gut für die Börse. Das bewahrheitete sich am Sonntag in der Michelauer Angerturnhalle. Dort hatten die Mitglieder des Michelauer Fotoclubs zu ihrer diesjährigen Börse für gebrauchte Fotogeräte eingeladen. Der Andrang in den Vormittagsstunden war enorm. Schon Vorfeld hatte die gleiche Nachfrage bei den Händlern geherrscht. Fünfundzwanzig Händler aus ganz Deutschland boten an sechzig Tischen ihre Ware an. Man hatte sogar weitere Anbieter aus Platzgründen abweisen müssen.
Aus Kiefersfelden, Speyer, Worms, Gummersbach, Wiesentheid, Berlin, Nürnberg-Fürth, Frankfurt am Main, Würzburg und Steinberg aber auch aus Bamberg, Coburg, Sonneberg Halle, Lichtenfels, Ebensfeld und Michelau waren die Händler angereist.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob sich angesichts der teilweise weiten Anreise der Aufwand lohnt. Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Positiv überrascht waren alle von dem großen Besucherzustrom. Gleichzeitig wurde aber auch bemängelt das viele Kaufinteressenten sich kaum noch zu Spontankäufen hinreisen lassen. „Viele suchen etwas ganz Bestimmtes und wenn man das nicht dabei hat, hat man halt Pech gehabt“ so einer der Anbieter.
Gleichzeitig liegen die Vorstellungen darüber, was gebrauchte Fotoartikel kosten dürfen zwischen Käufer und Verkäufer oft deutlich auseinander. Das gilt umgekehrt auch für Fotoamateure, die ihre Gebrauchtgeräte an Händler weiterverkaufen wollen. Zu den neuen Trends der Michelauer Börse gehörte es nämlich, dass viele Händler durchaus bereit waren, gebrauchte Kameras, Objektive und Blitzgeräte in Zahlung zu nehmen, aber nicht um jeden Preis. Weiterverkauft werden diese Teile dann häufig über Ebay-Kleinanzeigen, verriet einer der Händler.
Wer jedoch als Fotofreund mit dem Verkauf von Gebrauchtgeräten zu lange wartet hat meist das Nachsehen. Der Preisverfall ist angesichts der rasanten Weiterentwicklung der Digitalisierung auf dem Fotosektor enorm. Kameras die noch im Preis vor wenigen Jahren im vierstelligen Bereich lagen liegen heute wie Blei in den Regalen. Symptomatisch dafür war eine Plastikbox mit sauber aufgereihten Gehäusen. Jedes Gehäuse 10,00 Euro lautete die Ansage.
Dabei handelte es sich allerdings um analoge Kameras die auch heute noch gern von Fotofreunden benutzt werden, die aus Altersgründen nicht mehr auf Digitalkamera und Computer umsteigen wollen. Noch immer beherrschen diese Kameras den Gebrauchtmarkt. Doch die digitalen Gebrauchten sind im Kommen auch wenn man auf der Fotobörse gezielt danach suchen musste.
Natürlich drehte sich auf der Michelauer Fotobörse viel um das passende Zubehör. Hier konnte man in Sachen Stative, Blitzgeräte, Filter und Fotoliteratur so manches Schnäppchen machen.
Literatur, Bildbände und Dunkelkammerzubehör standen bereit auch wenn die Fangemeinde für das Entwickeln von Filmen und Bilder merklich geschrumpft ist. Wer allerdings einmal selbst im roten Licht der Laborlampe das zauberhafte Erlebnis hatte wie, wie von Geisterhand, im Entwicklerbad auf einem reinweißen Fotopapier ein zartes Schwarz-Weiß-Bild entsteht, der wird dieses Erlebnis so schnell nicht mehr vergessen.
Vieles erschloss sich dem aufmerksamen Beobachter im anlogen Zeitalter besser als im Zeitalter der Bits und Bytes aber der Wandel lässt sich nicht aufhalten. Die Michelauer Fotobörse liefert jedes Jahr aufs Neue das Spiegelbild dazu. - Fotos: Klaus Gagel
 
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