Jurorenschulung - Fotoclub Michelau

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Jurorenschulung

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Um innerhalb eines Fotoclubs auf eine objektivere Bewertung von Wettbewerbsbildern hinzuarbeiten schlage ich folgendes Verfahren vor:

1. Clubabend:
Das vorgelegte Bildmaterial wird einem Sichtungs- und Bewertungslauf beurteilt. Die Wertungen der einzelnen Juroren werden in einer Excel-Tabelle zusammengefasst. Die Summe aller Bewertungen, dividiert durch die Anzahl der Juroren, ergibt einen Durchschnittswert für jedes vorgelegte Bild.
Daraus lässt sich zunächst die Rangfolge („Bild des Monats“, 2. Platz, 3. Platz...) der einzelnen Bilder ermitteln.
 
Bis zum nächsten Clubabend ermittelt der Wettbewerbsleiter anhand der Excel-Tabelle die Bilder bei denen die Wertungen der einzelnen Fotografen mindestens um 3,0 Wertungspunkte (oder höher) auseinander liegen (z.B. 4,5 und 8).

2. Clubabend:
Alle vorgelegten Bilder werden an diesem nächsten Clubabend nochmals gezeigt. Jeder Juror erhält dazu nochmals seinen Streifen mit den Wertungen die er abgegeben hat.
 Der Wettbewerbsleiter zeigt nochmals alle Bilder und hebt die Bilder mit stark abweichenden Wertungen (s.o.) hervor. Diese Bilder werden nun öffentlich diskutiert (Was ist gut, was hätte man besser machen können).
 
Dabei müssen sich die Fotografen die die „Extremwertungen“ abgegeben haben nicht persönlich outen, sie können es aber. Vor allem können sie nun eine bessere/schlechtere Wertung begründen.
 Auf diese Weise erfährt jeder Juror wie stark er von der allgemeinen Bewertung abweicht und kann sein persönliches Urteil nochmals überdenken. Auch der Bildautor erhält nochmals eine wichtige Rückmeldung.
 
Das Verfahren sollte möglichst in anonymisierter Form durchgeführt werden um persönliche Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Clubmitgliedern zu vermeiden.
 
Der Wettbewerbsleiter kann in einem Vieraugengespräch auch einzelne Juroren auf ihre generelle Tendenz bei Bildbewertungen hinweisen. Dazu ermittelt man, möglichst aus mehreren Wettbewerben, die Summe für die einzelnen Fotografen. Hier stellt man zum Teil erhebliche Abweichungen fest.
 
Als Beispiel dient die folgende anonymisierte Excel-Tabelle:
 
Die „Extremwertungen“ einzelner Juroren (J1 – J12) sind farblich markiert. Über diese Bilder sollte nochmals gesprochen werden.
 
Es fällt auf, dass sich bei bestimmten Juroren (hier z.B. J9) diese Extremwertungen häufen. Darüber sollte dieser Juror nachdenken und aus der Diskussion lernen.
 
Die errechnete Summe (in der Spalte unten) für jeden einzelnen Juror zeigt seine allgemeine Tendenz. Man erkennt ob jemand generell zu kritisch oder zu großzügig juriert (zumindest bezogen auf den jeweiligen Fotoclub). So bewerten J1 und J3 recht kritisch, J11 und J8 sehr großzügig.
 
Das gesamte Verfahren sollte in gewissen Zeitabständen bei weiteren Wettbewerben wiederholt werden.
 
 
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