BdM Juli 2025 "Gorilla" von Marlis Völker
Bericht im Obermain Tagblatt:
Das Foto mit dem Titel "Gorilla", aufgenommen von Marlis Völker, wurde von den Mitgliedern des Fotoclubs Michelau einstimmig zum "Bild des Monats" gewählt und begeistert durch seine außergewöhnliche Ausdruckskraft und technische Brillanz. Es zeigt das Porträt eines Gorillas in einer Art und Weise, die weit über eine bloße Abbildung hinausgeht.
Das zentrale Element des Fotos ist der direkte Blick des Gorillas in die Kamera. Die Augen, in einem warmen Braunton gehalten, stechen aus dem ansonsten in Grautönen gehaltenen Fell hervor und ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann. Sie vermitteln eine Mischung aus Weisheit, Melancholie und einer tiefen Nachdenklichkeit, die zum Innehalten und Reflektieren anregt. Die feinen Details um die Augen herum, wie die leichten Fältchen, verstärken diesen Eindruck von Lebenserfahrung und Charakter.
Die Komposition ist meisterhaft. Der Gorilla ist im Bildausschnitt so platziert, dass sein Blick leicht seitlich gerichtet ist, was eine natürliche Dynamik erzeugt und dem Betrachter das Gefühl gibt, direkt angesprochen zu werden. Die Fokussierung auf das Gesicht, mit einer geringen Tiefenschärfe, die den Hintergrund sanft verschwimmen lässt, lenkt die volle Aufmerksamkeit auf die Mimik und die Augen des Tieres.
Die technische Ausführung ist makellos. Die Schärfe liegt perfekt auf den Augen und dem Gesicht des Gorillas, und die Beleuchtung ist subtil, aber effektiv, um Tiefe und Volumen zu erzeugen. Es scheint, als sei das natürliche Licht gekonnt genutzt worden, um die feinen Nuancen des Gesichts hervorzuheben, ohne harte Schatten zu erzeugen.
Es gelingt der Fotografin, eine Brücke zum Tier zu schlagen und dem Betrachter einen seltenen Einblick in die emotionale Welt eines Gorillas zu ermöglichen. Das Bild lädt dazu ein, über unsere Beziehung zur Natur und die Intelligenz und Empathie anderer Lebewesen nachzudenken. Dieses Bild ist nicht nur ein beeindruckendes Foto, sondern auch ein Zeugnis für die Sensibilität des Fotografen und die beeindruckende Präsenz des Gorillas, was die Wahl zum 'Bild des Monats' im Fotoclub Michelau vollkommen nachvollziehbar macht.
BdM April 2025 "Eleganz in Rot" von Werner Parys
Bericht im Obermain Tagblatt:
Das Bild des Monats April mit dem Titel „Eleganz in Rot“stellte das Fotoclub-Mitglied Werner Parys. Es hat eine besondere Geschichte: Auf seiner Fahrt durch die baltischen Länder legte der Fotograf einen Zwischenstopp in Kaunas, Litauen, ein und entdeckte ein öffentliches Fotoshooting im Freien. Ein Hauch von Glamour erfüllte die Straßen von Kaunas, als eine schöne Frau in einem fließenden, roten Kleid die Blicke auf sich zog.
Sie posierte vor der malerischen Kulisse einer alten Steinmauer, wobei das lange, wallende Kleid einen dramatischen Kontrast zu den rustikalen Steinen bildete und der Szene eine märchenhafte Atmosphäre verlieh. Das Model mit den dunklen Haaren strahlte Eleganz und Selbstbewusstsein aus, während es verschiedene Posen einnahm.
Besonderer Moment
Passanten und Touristen waren von dem unerwarteten Spektakel fasziniert und zückten ihre Handys und Kameras, um diesen besonderen Moment festzuhalten. Es war ein unerwartetes Highlight in der historischen Stadt und zeigte, dass Kaunas nicht nur für seine reiche Geschichte, sondern auch für seine lebendige Kunstszene bekannt ist.
BdM März 2025 "Blässhühnner auf dem Eis" von Birgit Kirster
Bericht im Obermain Tagblatt:
Die Mitglieder des Michelauer Fotoclubs wählten ein Bild von Birgit Kirster zum Foto des Monats Marz. Das Foto fängt einen dynamischen und fast surrealen Moment auf dem zugefrorenen Michelauer Rudufersee ein. Zwei Blässhühner sind im Zentrum des Bildes zu sehen, wie sie in einer Art "Kür" über die eisige Oberfläche gleiten. Ihre dunklen, fast schwarzen Gefieder heben sich dramatisch vom hellen, reflektierenden Eis ab. Der Titel „Die Kür der Blässhühner auf dem Eis“ ist passend gewählt, da er die Bewegung der Blässhühner sehr gut beschreibt und eine gewisse Heiterkeit ausstrahlt Das Gegenlich erzeugt einen faszinierenden Effekt. Es umreißt die Silhouetten der Blässhühner und lässt ihre Flügelspitzen fast leuchten. Dieser Effekt verstärkt die Dynamik der Bewegung und verleiht dem Bild eine gewisse Dramatik.
Die Blässhühner sind in voller Bewegung festgehalten. Ihre Flügel sind weit ausgebreitet, was den Eindruck von Schwung und Energie vermittelt. Ihre Füße sind ausgestreckt, als ob sie über das Eis gleiten oder tanzen würden. Die Haltung der Vögel ist einzigartig und fängt einen flüchtigen Moment ein, der normalerweise nicht zu sehen ist.
Eine Aufnahme im Gegenlicht ist technisch anspruchsvoll und wurde hier gut gemeistert. Die Fotografin hat es geschafft, die Silhouetten der Vögel klar zu definieren und gleichzeitig die Helligkeit des Eises einzufangen.
BdM Februar 2025 "Bergstraße" von Toni Zirkelbach
Bericht im Obermain Tagblatt:
Das Foto "Bergstraße" vom Fotoclub-Mitglied Toni Zirkelbach wurde von den Michelauer Fotofreunden zum Bild des Monats Februar gekürt. Es zeigt eine malerische Berglandschaft unter einem strahlend blauen Himmel. Im Vordergrund sind einige Häuser des kleinen, beschaulichen Dorfes Maria Gern im Berchtesgadener Land zu sehen. Die kurvige Straße führt den Blick des Betrachters in das Bild hinein und schafft eine natürliche Tiefe. Der Fotograf machte die Aufnahme von der oberhalb des Dorfes gelegenen Wallfahrtskirche Maria Gern. Der schneebedeckte Untersberg, der hinter dem dichten Wald emporragt, ist ein markantes Massiv in den Berchtesgadener Alpen. Das Bild fängt die friedliche Schönheit einer Bergregion ein und vermittelt ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit.
Alle Infos, Bilder und Termine sind auf unserer Homepage www.fotoclub-michelau.de zu finden.
BdM Februar 2025 "Stille Entfaltung"" von Helmut Kober
Bericht im Obermain Tagblatt:
Der Michelauer Fotoclub hat entschieden:
Das Bild des Monats September stammt von Helmut Kober und trägt den Titel "Stille Entfaltung".
Das Foto zeigt eine Mohnblume in einem ganz besonderen Moment – genau dann, wenn sie beginnt, sich zu öffnen. Die orangefarbenen Blütenblätter sind noch zerknittert und kommen langsam aus der grünen, haarigen Knospe hervor. Man sieht jedes Detail: die feinen Härchen, die zarten Falten, die Spannung im Übergang von geschlossen zu offen.
Der Hintergrund ist dunkelgrün und weich. Dadurch leuchtet die Blume besonders stark und wirkt fast wie auf einer Bühne. Das Bild ist ruhig, aber voller Leben. Es zeigt, wie schön und zerbrechlich die Natur sein kann – ganz ohne große Farben oder Bewegung.
Die Jury des Fotoclubs sagt:
„Das Bild berührt. Es zeigt einen stillen Moment, den man im Alltag oft übersieht. Die Technik ist hervorragend, die Farben sind klar, und die Stimmung ist sehr feinfühlig eingefangen.“
Helmut Kober gelingt es, mit seinem Foto eine Geschichte zu erzählen – ganz ohne Worte. Es geht um Wachstum, um Veränderung und um die Schönheit im Kleinen.
Viele Mitglieder des Clubs waren sich einig: Dieses Foto hat eine besondere Ruhe, die man spürt, sobald man es betrachtet. Es ist ein Foto, das nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
"Stille Entfaltung" ist ein Bild, das nicht nur fotografisch überzeugt, das zum Nachdenken einlädt – über Natur, Zeit und Schönheit.
Auf unserer Homepage www.fotoclub-michelau.de können sich nicht nur Fotofreunde gerne informieren.
BdM Oktober 2025 "Schraubenfabrik" von Karl-Heinz Stöckert
Bericht im Obermain Tagblatt:
Die Mitglieder des Fotoclubs Michelau e.V. haben entschieden: Das Foto von
Karl-Heinz Stöckert wurde zum Bild des Monats Oktober gewählt.
Mit seiner eindrucksvollen Aufnahme der ehemaligen Metallschraubenfabrik Graba in Saalfeld überzeugte Stöckert die Clubmitglieder durch sein außergewöhnliches Spiel von Licht, Perspektive und Atmosphäre.
Schon beim ersten Blick auf das Bild wird klar, warum: Warme Sonnenstrahlen dringen durch das Oberlicht und legen sich wie ein feiner Schleier über Maschinen, Zahnräder und Riemen. Es ist ein Moment stiller Würde, der den Charme des Verfalls mit der handwerklichen Ästhetik der Industrie verbindet. Die gewählte Perspektive führt den Blick tief in den Raum hinein – bis zu den Fenstern am Ende der Werkhalle, wo das Licht Hoffnung und Weite suggeriert.
Ein Ort mit Geschichte
Die Metallschraubenfabrik Graba war einst ein bedeutender Arbeitgeber in Saalfeld. Hier wurden über viele Jahrzehnte Präzisionsschrauben und Metallteile gefertigt – Produkte, die in Handwerk und Maschinenbau unverzichtbar waren. Mit feinem Gespür für Atmosphäre gelingt es Stöckert, den Geist des Ortes einzufangen. Nichts wirkt gestellt, alles erzählt von echtem Gebrauch, von Schweiß und Lärm, von Erfindergeist und handwerklicher Präzision. Der Fotograf nutzt bewusst den warmen Farbton des Lichts, um der Szene eine fast nostalgische Stimmung zu verleihen – zwischen Melancholie und Bewunderung für die Ingenieurskunst vergangener Zeiten.
Fotografie als Zeitzeugnis
Das Bild ist Teil eines Projekts des Fotoclubs Michelau e.V., der sich regelmäßig mit Themen der Industriekultur, Architektur und Dokumentarfotografie beschäftigt. Ziel solcher Arbeiten ist es, historische Orte fotografisch zu bewahren, bevor sie endgültig verschwinden. „Diese Fabriken erzählen Geschichten“, sagt Stöckert. „Man muss nur genau hinschauen – und das richtige Licht finden.“
Der Fotoclub Michelau e.V. engagiert sich seit vielen Jahren für die künstlerische und dokumentarische Fotografie. In gemeinsamen Exkursionen und Ausstellungen präsentieren die Mitglieder regelmäßig ihre Arbeiten und laden dazu ein, unsere Umgebung mit offenen Augen neu zu entdecken.
Ein Stück Vergangenheit für die Zukunft erhalten
Das Foto der alten Schraubenfabrik Graba ist mehr als eine ästhetische Aufnahme – es ist ein stiller Appell, die Spuren der Vergangenheit nicht zu vergessen. In einer Zeit, in der alte Industriegebäude zunehmend verschwinden oder zu modernen Lofts umgebaut werden, erinnert dieses Bild daran, dass auch Rost, Staub und Stille eine Geschichte erzählen können.
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